Englische Lebensversicherung - renditestarke Vorsorge

Während Du sicherlich von einer privaten Rentenversicherung oder von einer Kapitallebensversicherung schon einmal etwas gehört hast, wirst Du den Begriff englische Lebensversicherung im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage aller Voraussicht nach nicht kennen.

Was ist eine englische Lebensversicherung und wie funktioniert sie?

Bei einer englischen bzw. britischen Lebensversicherung handelt es sich kurz gesagt um eine Kapitallebensversicherung, die in aller Regel von einem britischen Versicherer angeboten wird.


Allerdings ist die Tatsache, aus welchem Land der Versicherer stammt, natürlich keineswegs der einzige Unterschied zwischen einer britischen und einer deutschen Lebensversicherung.  Zunächst einmal funktioniert die britische LV jedoch genauso wie eine Kapitallebensversicherung eines deutschen Versicherers.

Wie funktioniert die Lebensversicherung? 

Der Kunde entscheidet sich für eine Versicherungssumme, die begünstigte Person (die im Todesfall die Versicherungssumme erhält) sowie den monatlichen Beitrag. Auf dieser Basis werden dann monatlich die Beiträge gezahlt, bis die Versicherung fällig ist oder der Versicherungsfall eintritt.


Bis hier hin gibt es keinen Unterschied zur Kapitallebensversicherung eines deutschen Versicherers. Wenn es jedoch darum geht, in welche Finanzprodukte der Versicherer die Beiträge der Versicherten investiert, kommt der Unterschied zum Vorschein. Denn während die deutschen Lebensversicherer das Kapital der Kunden vorwiegend in Termineinlagen, Geldmarktpapiere oder Anleihen investieren, legen die britischen Versicherer das Geld zu einem großen Teil in Aktien an.

Höheres Risiko, aber meistens auch eine überdurchschnittliche Rendite

Der wesentliche Unterschied zwischen der englischen Lebensversicherung und der Kapitallebensversicherung eines deutschen Versicherers ist das „Investitionsobjekt“, also in welche Finanzprodukte der Versicherer investiert.


Dass die britischen Versicherer oftmals sogar 100 Prozent der Beiträge in Aktien investieren, hat für den Versicherten, zumindest in der Theorie, einen Nachteil und einen Vorteil.


Der Nachteil ist allerdings eher theoretischer Natur, da er in der Praxis bisher selten zum Tragen gekommen ist. Und zwar besteht der Nachteil im erhöhten Risiko, dass es bei einem Investment in Aktien natürlich immer gibt. Zudem gibt es keine Kapital- oder Ertragsgarantien, wie es bei der „normalen“ Kapitallebensversicherung aus Deutschland der Fall ist. Diesem Nachteil steht jedoch der deutliche Vorteil der höheren Rendite gegenüber. Denn da Du natürlich sehr langfristig in eine britische Lebensversicherung einzahlst, zum Beispiel über 20 oder 30 Jahre, ist die Gefahr relativ gering, dass über diesen langen Zeitraum hinweg Verluste entstehen. Ganz im Gegenteil ist es bisher so gewesen, dass die englische Lebensversicherung mit durchschnittlich 8-10 Prozent im Jahr einen deutlich höheren Ertrag als die „deutsche“ Lebensversicherung erzielen konnte.

Smoothing und Förderfähigkeit der englischen Lebensversicherung

Was bedeutet "Smoothing" ? Smoothing kann hier mit „Glättung“ übersetzt werden. Da die englischen Versicherer vor allem in Aktien investieren, sind die jährlichen Erträge natürlich nie identisch, sondern durchaus von Jahr zu Jahr größeren Schwankungen unterlegen.


Das Smoothing beinhaltet nichts anderes, als dass von besonders hohen Erträgen Teile zurückgelegt werden, also nicht als Überschussanteile an die Versicherten ausgeschüttet werden, damit Jahre mit eher schlechteren Erträgen „ausgeglichen“ werden können.


Es findet hier also die Glättung statt, denn anstatt dass der Versicherte zum Beispiel in einem Jahr einen Überschussanteil über 12 Prozent und im nächsten Jahr einen Anteil von beispielsweise nur vier Prozent erhält, bekommt er durch die Glättung in beiden Jahren einen Überschussanteil von acht Prozent.

Wenn Du die englische Lebensversicherung zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge nutzen möchtest, dann ist auch die Frage nach der Rürup- und Riesterfähigkeit sehr wichtig zu beantworten. Und zwar ist es bei dieser Versicherungsform so, dass die Riester-Zulagen nicht eingebunden werden können, aber die englische Lebensversicherung zumindest rürupfähig ist. Die Steuerleichterungen der Rürup-Rente können also genutzt werden.


Was sind die Vor- und Nachteile der englischen Lebensversicherung?

Vorteile:

  • Jahrzehnte lange Erfahrungen der britischen Versicherer
  • Sparen und Todesfallabsicherung in Kombination
  • überdurchschnittliche Erträge
  • rürupfähig


Nachteile:

  • nicht riesterfähig
  • keine garantierten Erträge
  • höheres Risiko, keine Kapitalgarantien

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