CFD Handel

Beim sogenannten CFD (Contract For Difference) handelt es sich um einen Differenzkontrakt, der zwischen Bank und Kunde geschlossen wird. Der Kontrakt ist eine Vereinbarung, dass die Differenz zwischen einem Kaufpreis und einem Verkaufspreis eines bestimmten Gutes als Barausgleich vorgenommen wird.


CFDs fallen in den Bereich der Derivate, sodass sich der einzelne Kontrakt stets auf einen bestimmten Basiswert bezieht. Es handelt sich bei den CFD allerdings nicht um Termingeschäfte.

Wie funktionieren CFDs?

Da CFDs keine Fälligkeit aufweisen, die Haltedauer also zeitlich keinen Grenzen unterliegt, fallen die Kontrakte nicht in den Bereich der Termingeschäfte, wie es bei anderen Derivaten wie Optionen oder Futures der Fall ist. Die grundlegende Funktionsweise der CFDs basiert darauf, dass der Kontrakt einen bestimmten Basiswert „abbildet“.


Als Basiswerte kommen die folgenden Güter infrage:


  • Aktien
  • Indizes
  • Währungen
  • Rohstoffe
  • Zinsen

Mit CFDs kann der Anleger sowohl auf mögliche Kurssteigerungen als auch auf fallende Kurse spekulieren. Zur Funktionsweise der CFDs gehört auch, dass der Anleger eine Sicherheitsleistung erbringen muss, die als Margin bezeichnet wird. Das Margin stellt von der Höhe her jedoch nur ein geringer Teil des gehandelten Wertes dar, denn den größten Teil des Gegenwertes bekommt der Anleger vom Broker (CFD-Broker) geliehen, sodass sich ein Hebel bildet. Durch diesen Hebel (Leverage) können schnell relativ hohe Gewinne erzielt werden.

Chancen und Risiken beim CFD-Handel

Die Chancen auf hohe Gewinne ergeben sich beim CFD-Handel vor allem durch den Hebel. Wenn der Anleger zum Beispiel einem Hebel von 100:1 nutzen kann, dann muss er bei einem gehandelten Gegenwert von beispielsweise 10.000 Euro nur 100 Euro eigenes Kapital einsetzen. Steigt der Kurs des Basiswertes dann zum Beispiel um zwei Prozent, so hätte der Anleger einen Gewinn von 200 Euro erzielt.


Gerechnet auf das eigene Kapital wäre das eine Rendite von 200 Prozent – mitunter in wenigen Stunden. Neben dieser Gewinnchance beinhaltet der CFD-Handel aber auch ein hohes Risiko, welches den Totalverlust des investierten Kapitals beinhaltet. Denn reicht das Margin aufgrund von negativen Kursentwicklungen beim Basiswert nicht mehr aus, muss die Position geschlossen werden und der Anleger erleidet einen Totalverlust.

Zusammenfassung CFD-Handel

  • CFDs sind Derivate, jedoch keine Termingeschäfte, da es keine Laufzeitbegrenzung gibt
  • CFD-Handel bietet einerseits Chancen auf hohe Gewinne in kurzer Zeit, ist aber auch sehr spekulativ und mit einem Totalverlustrisiko behaftet
  • Über die CFDs kann auf Aktien, Indizes, Zinsen, Währungen und Rohstoffe spekuliert werden
  • Gehandelt werden können die CFDs über spezielle CFD-Broker, aber auch viele Forex Broker ermöglichen den Handel mit CFDs
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