Welche Varianten von binären Optionen gibt es? (Übersicht)

Als Binäre Option wird ein Finanzderivat bezeichnet und ist ein Termingeschäft. Binäre Optionen können als Währungspaare (Devisen), als Rohstoffe (Gold, Silber, Kupfer, Aluminium, Öl), als Indizes und als Aktien gehandelt werden.

Europäische und amerikanische Variante

Die Binären Optionen unterliegen bestimmten Festsetzungs- bzw. Handelsstrategien. Zu den Varianten von Binären Optionen in diesem Zusammenhang zählen die Kaufs- und Verkaufsoption der amerikanischen und die europäische Variante.



Europäische Variante

Die europäischen Optionen unterliegen dabei den Bestimmungen, wie sie im 19. Jahrhundert üblich waren. Gehandelt werden Binäre Optionen so heute zum Beispiel noch an der Pariser Börse. Bei diesen Optionen gibt es lediglich eine sogenannten Ausübungszeitpunkt. Dies ist meist die Monatsmitte oder das Monatsende. Nach der Europäischen Variante ist es zum Beispiel möglich eine im Januar abgeschlossene Option, die bis Ende Juli läuft an genau sieben sogenannten Ausübungszeitpunkten zu tätigen.



Amerikanische Variante

Üblicherweise werden Binäre Optionen heute nach der amerikanischen Variante gehandelt. Bei dieser Binären Option besteht die Möglichkeit das durch die Option festgelegte Recht zu jedem Zeitpunkt im Rahmen der kompletten Laufzeit auszuüben.

Im Bezug auf die Form der Auszahlung des vorher festgelegten Betrages gibt es ebenfalls zwei Varianten: Die Cash-or-Nothing-Option oder die Asset-or-Nothing-Option.



Put Option und Call Option

Europäische und amerikanische Binäre Optionen werden entweder als Put Option (Verkaufsoption) oder Call Option (Kaufoption) behandelt.

Put Option

Der Inhaber von einer Put Option hat das Recht zu einem bestimmten Zeitpunkt (Europäische Option) oder im Rahmen von einem bestimmten Zeitraum (nach der Amerikanischen Option) den Basiswert zu einem zuvor festgelegten Preis zu verkaufen. Der Verkäufer muss dabei den Basiswert abnehmen. Hierfür erhält er eine Optionsprämie direkt vom Käufer.



Call Option

Bei der Call Option unterscheidet man die Untervarianten Long-Call-Position, Short-Call-Position und Zero-Call-Position.

Cash-or-Nothing-Option und Asset-or-Nothing-Option

Cash-or-Nothing-Option

Bei der Variante von Binären Optionen, die als Cash-or-Nothing-Option
bezeichnet wird, gilt, dass am Ende der Laufzeit der zuvor festgelegte Betrag ausgeschüttet wird. Das heißt die Rendite von einer Cash-or-Nothing-Option steht schon im Voraus fest. Die Renditeerwartung kann bei dieser Variante von Binären Optionen sehr hoch sein. Sie liegt durchschnittlich im Rahmen von 75 bis 90 Prozent. Es sind aber auch weitaus höhere Renditen denkbar. Bei dieser Binären Option gilt, daass der Käufer den zuvor festgelegten Betrag erhält, wenn das zuvor definierte Ereignis eintritt. Tritt dieses Ereignis nicht ein, dann verfällt die Option und ist somit wertlos. Für den Käufer bedeutet dies in diesem Fall einen Totalverlust. In diesem Fall ist die Spekulation des Käufers nicht aufgegangen. Es geht sprichwörtlich bei der Variante Cash-or-Nothing-Option um "Alles oder Nichts". In der Praxis erstatten die Broker allerdings meist einen geringen Anteil der Einlage dem Käufer zurück. Es sind hier meist 5 bis 15 Prozent.



Cash-or-Nothing-Option gilt als bekannteste und auch beliebteste Form der Binären Optionen.



Asset-or-Nothing-Option

Die Asset-or-Nothing-Option gleich somit der Gewinnausschüttung von Knock-outs oder CFDs. Charakteristisch für Asset-or-Nothing-Optionen ist, dass hier auf ein Stopplossmanagement verzichtet wird. Erst nach dem Auslaufen der Option wird der Kurs des Basiswerts bestimmt. Bei der Variante Asset-or-Nothing-Option wird daher der Preis des Basiswertes an den Käufer auszahlt. Hierbei hat der Trader keine Möglichkeit die Option noch während der Laufzeit auszuüben. Die Rendite, die der Käufer einstreichen kann bei dieser Variante von Binären Optionen hängt also vom Kursgewinn des Basiswertes ab. Eine feste Rendite ist bei dieser Variante der Binären Optionen also nicht vorgesehen. Es ist dabei die Differenz zum Ausgangswert, die die Rendite der Asset-or-Nothing-Option bestimmt. Bei Put-Optionen fällt die Rendite entsprechend mager aus, bei Call-Optionen entsprechend höher.

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