ADX: Der Average Directional Movement Index als Trendmesser

Der Average Directional Movement Index (ADX) misst die Stärke des Trends. Je höher er steigt, desto ausgeprägter ist auch der Trend. Eine gängige Trader-Meinung ist, dass es sich lohnt, eine Position zu eröffnen, wenn der ADX über 24 steigt – darunter finden Seitwärtsbewegung statt.

Berechnung des ADX

Der ADX wurde von Welles Wilder in den 1970er Jahren entwickelt und ist ein technischer Indikator. Sein Ziel ist es, die reine Trendstärke zu berechnen. Er berechnet nicht die Richtung der Bewegung!

Daher wird der Average Directional Movement Index auch recht häufig in automatischen Handelssystemen als Filter für Seitwärtsbewegungen eingesetzte. Die Berechnung erfolgt über eine Glättung des DX (Directional Movement Index). Der DX besteht aus den Teilindikatoren +DI und -DI. Daher ist seine Berechnung etwas umständlich.

Berechnung Teilindikator DI

  • +DI = Hoch der aktuellen Periode abzüglich Hoch der letzten Periode
  • -DI = Tief der aktuellen Periode abzüglich Tief der letzten Periode

Berechnung DX:

  • DX = ((+DI) - (-DI)) / ((+DI) + (-DI)) * 100

Berechnung ADX:

  • ADX = (+D + -D) / (+D - -D) +D
Um einen Durchschnitt des DX zu bilden, erfolgt gewöhnlich die Verwendung eines Zeitraums, der zwischen vierzehn und zwanzig Tagen liegt. Aufgrund dieser Glättung reagiert der Average Directional Movement Index erst mit Verzögerung.

Die Interpretation des ADX

Besonders für Anfänger gestaltet sich eine Interpretation des Average Directional Movement Index nicht immer leicht. Denn steigt der ADX, so bedeutet das lediglich eine Zunahme der Stärke des Trends, gibt aber keinerlei Auskunft über die eingeschlagene Trendrichtung. Anfänger neigen leicht dazu, eine steigende Linie des ADX auch als Aufwärtstrend zu deuten – dem ist aber nicht so.

Denn ein steigender ADX kann auch ein Indiz auf einen beginnenden Abwärtstrend sein. Finanzexperten interpretieren einen ADX-Wert unter 30 als Zeichen für einen seitwärtsverlaufenden Markt interpretiert. Liegt sein Wert unter 15, so ist mit einer Zunahme der Intensität der Bewegung zu rechnen. Solche Situationen finden Trader recht häufig vor in starken Trends. Die beste Aussage ist mit dem ADX zu erzielen, wenn er parallel zu einem Oszillator und einem Trendfolge-Indikator angewendet wird. Bei Werten über 30 ist dem Trendfolge-Indikator mehr Beachtung zu schenken und bei Werten unter 30 hingegen dem Oszillator.
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