Weiterbildung zum Controller

Staatliche geprüfte Controller übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben im Unternehmen. Sie planen gezielt die strategische und operative Weiterentwicklung eines Konzerns, übernehmen Führungsverantwortung und bauen beispielsweise ein Berichtswesen auf. Voraussetzung dafür, solch einen Beruf ausüben zu dürfen, ist die Weiterbildung zum Controller.

Diese kann beispielsweise durch ein Fernstudium, Wochenendkurse oder Blocklehrgänge erfolge.

Voraussetzungen für die Weiterbildung zum Controller

Geprüfte Controller haben ihre Fähigkeiten in einer staatlichen Prüfung nachgewiesen, die in der Regel bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt wird. Um überhaupt zu so einer Prüfung zugelassen zu werden, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:


  • Erfolgreich abgelegte Prüfung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf plus drei weitere Jahre Berufserfahrung
  • Erfolgreich abgeschlossenes Studium im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich (FH oder Universität sowie staatliche anerkannte Privathochschulen) sowie mindestens zwei Jahre Berufspraxis
  • Erfolgreiche abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Beruf mit mindestens vier- bis sechsjähriger Berufserfahrung im Controlling-Bereich


Die Inanspruchnahme einer Weiterbildung ist keine zwingende Voraussetzung für die Prüfung, wird allerdings dringend empfohlen. Ohne entsprechende Fortbildungen können auch im Controlling-Bereich arbeitende Industriekaufleute die Prüfung selten bestehen.

Benötige Kompetenzen

Im Rahmen einer Weiterbildung zum Controller, erlernen Kursteilnehmer wichtige theoretische und praktische Fähigkeiten im Controlling-Bereich. Dazu werden Fortbildungen in den Bereichen Kostenrechnung und Kostenmanagement, Unternehmensplanung und Budgetierung, Jahresabschlussanalyse, Berichtsweise und Informationsmanagement, Betriebswirtschaftliche Beratung sowie Führungsaufgaben und Moderation durchgeführt.

All diese Fähigkeiten werden dann in der Abschlussprüfung von einer speziell ausgebildeten Prüfungskommission abgefragt. Es erfolgt sowohl ein schriftlicher als auch ein praktischer Test, um insbesondere die Soft Skills der angehenden Controller näher zu überprüfen. Wer die Prüfung erfolgreich besteht, darf sich fortan Fachkaufmann für Controlling bzw. Geprüfter Controller nennen.

Vorbereitung zur Prüfung

Die Weiterbildung zum Controller an sich kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. In der Regel befindet sich der angehenden Bewerber bereits in einem festen Angestelltenverhältnis, weshalb ein Fernstudium in Frage kommt. Die Studiendauer beträgt zwischen 12 und 24 Monaten, wobei das Lernpensum recht flexibel eingeplant werden kann.

In größeren Städten werden in regelmäßigen Abständen auch Kurse vor Ort angeboten, bei denen die Präsenzzeiten meist auf das Wochenende gelegt werden. Die Absolvierung von Online-Kursen ist ebenfalls möglich, erfordert aber deutlich mehr Eigeninitiative vom künftigen Controller.

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