Unelastische Nachfrage

Was die meisten in einer Marktwirtschaft gehandeltes Güter betrifft, ist deren Nachfrage elastisch: Das bedeutet, dass die von den Verbrauchern konsumierte Menge des betreffenden Gutes abnimmt, sobald sich dessen Preis erhöht. Verbraucher reagieren also sehr empfindlich auf Änderungen des geforderten Preises.

Beispiel einer unelastischen Nachfrage


Bei einigen Gütern liegt jedoch eine für die Marktwirtschaft eher untypische unelastische Nachfrage vor. Ist das der Fall, reagieren Verbraucher im Rahmen ihres Konsumverhaltens nur sehr wenig und träge auf Preisänderungen. Ein Beispiel dafür ist das Konsumverhalten bezüglich Elektrizität. Diese gehört praktisch zu den unverzichtbaren und wichtigen Dingen des täglichen Gebrauchs.



Ohne Elektrizität könnten moderne Verbraucher kaum bzw. nicht existieren. Zudem bestehen praktisch keine Möglichkeiten, auf alternative Güter umzusteigen. Für Elektrizität existiert kein Substitutionsgut, mittels dem der Verbrauch der Elektrizität effektiv verringert werden könnte. Lediglich eine eigene Produktion wäre denkbar, ist jedoch nur im Rahmen eines hohen technischen Aufwands machbar. Aus diesem Gründen nimmt der Konsum der Elektrizität auf bei steigenden Preisen nur unwesentlich ab – ein klassischer Fall unelastischer Nachfrage. In der Ökonomik wird von unelastischer Nachfrage gesprochen, wenn die nachgefragte Menge eines Gutes weniger verändert als sein Preis. Aus diesem Grund entsteht eine steile Nachfragekurve.


Gesteigerte Form der unelastischen Nachfrage


Die gesteigerte Form der unelastischen Nachfrage ist die sogenannte vollkommen unelastische Nachfrage. Diese beschreibt den Fall, dass Verbraucher keine Reaktion auf Preisänderungen zeigen. In der Praxis kommt dieser Fall weitestgehend nicht vor.

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