Stabiles Preisniveau

Ein weiteres Ziel des magischen Vierecks ist eine Stabilität im Preisniveau zu erreichen. So soll der Gesamtwert des Warenkorbs möglichst langfristig konstant bleiben. Unter dem Begriff Warenkorb versteht man im volkswirtschaftlichen Sinne eine möglichst repräsentative  Anzahl an unterschiedlichen Gütern zur Berechnung des Preisindexes bzw. der Inflationsrate.

Diesen Warenkorb erstellt man immer für einen festen Zeitraum. Regelmäßig wird dann ermittelt, welches Produkt in welchem Maß teurer oder günstiger geworden ist.

Folgen eines stabilen Preisniveaus


  • Funktionieren einer Marktwirtschafts insgesamt
  • Langfristische Geldsicherung der Bevölkerung
  • Sozialer Frieden

Indikator des Preisniveaus: Die Inflationsrate


Indikator dieses wirtschaftspoltischen Ziels ist die Inflationsrate. Laut Europäischer Zentralbank (EZB) beträgt die Stabilität des Preisniveaus nahezu zwei Prozent – das wäre ein noch zufriedenstellender Zustand. In Zeiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise liegt die Inflationsrate aber meist deutlich höher. Ergäbe die Berechnung einmal einen Minuswert, würde man von einer Deflation sprechen (unwahrscheinlich). Inflation heißt grob gesagt eine Verminderung des Geldwertes. Die logische Folge ist eine Verteuerung von sämtlichen Produkten und Dienstleistungen zumindest auf langfristige Sicht gesehen.


Darüber hinaus bewirkt ein langfristig stabiles Preisniveau, dass das Geld seinen Aufgaben in der Marktwirtschaft nachkommen kann. Dazu gehören zum Beispiel die Geldfunktionen als Wertspeicher oder Tauschmittel. Zusammenfassend gesagt ist ein möglichst stabiles Preisniveau also ein sehr wichtiges Ziel des magischen Vierecks. 

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