Galoppierende Inflation

Bei der galoppierenden Inflation handelt es sich um eine Art der Inflation, die in sehr beachtlichem Maße Auswirkungen auf die Volkswirtschaft eines Landes macht. Hierbei tritt die Geldentwertung nämlich in rasantem Maße ein. Grundsätzlich wird gesagt, dass man von einer galoppierenden Inflation oder auch Hyperinflation genannt spricht, wenn die monatliche Inflationsrate 50 Prozent übersteigt. Das entspräche einer jährlichen Verteuerungsrate von ca. 13.000 Prozent.


Erfahrungen in Deutschland


Eine derart extreme und schnell voranschreitende Geldentwertung gab es in der Geschichte von Deutschlands bislang glücklicherweise nur sehr selten zu beobachten. So zum Beispiel bei der Inflation in den Jahren von 1914 bis 1923. Diese Inflation zählte zu den radikalsten und härtesten Geldentwertungen, die eine der großen Industrieländer je überstanden hat. Damals betrug die Inflationsrate hierzulande bis zu 32.400 Prozent. Das bedeutete, dass sich die Preise jede Woche vervierfachten.


Verlauf und Folgen einer galoppierenden Inflation

Aufgrund der Intensität und Schnelle der Geldentwertung ist es bei dieser Art der Inflation kaum möglich, rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Demzufolge steht am Ende einer fast jeden galoppierenden Inflation eine komplette Währungsreform. Diese hat natürlich auch eine meist vollständige Entwertung der alten Währung zur Folge.


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