Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Bei einem anderen Ziel des magischen Vierecks geht es um ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass zwischen Importe und Exporte, die ein Staat tätigt, ein angemessenes Verhältnis herrschen muss.

So soll zum Beispiel verhindert werden, dass ein Land langfristig nur Güter einführt, also Import betreibt und den Export mehr und mehr außer Acht lässt. Diese Situation wäre zumindest auf längerer Sicht unter Umständen eine existenzielle Bedrohung für einen Staat. Aus diesem Grund wird das außenwirtschaftliche Gleichgewicht ebenfalls als wichtige Zielsetzung im magischen Viereck gesehen.

Indikator des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts

Der Indikator des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts ist die sogenannte Außenbeitragsquote. Dabei handelt es sich um den Anteil des Außenhandelsumsatzes einer gesamten Volkswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Inbegriffen sind hier also sowohl sämtliche Im- als auch Exporte.  Das Ziel des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts wird oftmals auch mit dem Zahlungsbilanzgleichgewicht gleichgestellt.

Berechnung der Außenbeitragsquote:

Exporte – Importe von Gütern und Dienstleistungen / nominale BIP

Idealzustand

Der Idealzustand ist die Erreichung des Ziels von einem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht. Dieser liegt vor, wenn die Summe der Importe gleich der Summe der Exporte ist. Es müssen also Waren in gleichem finanziellen Wert in einen Staat eingeführt (importiert) werden, wie ausgeführt (exportiert). Eine exakte Erreichung dieses Zieles ist jedoch nicht unbedingt von Nöten. Es reicht eine ungefähre Annährung der Im- und Exporte miteinander. 

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