Allokation

Unter einer Allokation versteht man in der Volkswirtschaft grundsätzlich die Verteilung der verfügbaren Produktionsfaktoren auf die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten.

Verfügbare Ressourcen müssen also effektiv eingesetzt werden, um einerseits Kosten und andererseits vielleicht auch Zeit zu sparen oder die Umwelt zu schonen. Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, die optimale Allokation zu finden.

Darunter versteht man die bestmöglichste Verwendung der Produktionsfaktoren, die zur Verfügung stehen. Die Allokation beschreibt sowohl den Prozess, wie Ressourcen optimal genutzt und zugeordnet werden, als auch den jeweiligen Zustand. Außerdem wird die Allokation meist durch Märkte gesteuert, die zum einen anpassungsfähig und zum anderen flexibel sind.

Allokationsproblem

Bei der Allokation ist es ein primäres Ziel, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen. Der Grund: Alle Ressourcen, ob Mitarbeiter oder Rohstoffe, kosten Geld. Umso effizienter und vorteilhafter diese eingesetzt werden, desto günstiger kann eine Volkswirtschaft letztendlich produzieren. Als Folge einer solchen optimalen Allokation bleibt die Volkswirtschaft langfristig auch wettbewerbsfähig.

Hinzu kommt, dass viele Ressourcen begrenzt sind, also gar nicht in beliebiger Menge zur Verfügung stehen. Auch das macht den Einsatz einer optimalen Allokation erforderlich. Dieses „Verteilungsproblem“ bezeichnet man in der Fachsprache auch als „Allokationsproblem“. Knappe Ressourcen werden hier verteilt, um im Ergebnis eine optimale Wohlfahrt zu erreichen. Bei den Produktionsfaktoren bzw. Ressourcen, die knapp sind, handelt es sich in erster Linie um Rohstoffe, Arbeit und Kapital.

Methoden der Allokation

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Allokation zwischen zwei unterschiedlichen Methoden. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass die Verteilung der Ressourcen von den jeweiligen Märkten selbst übernommen wird. Doch das funktioniert meist nur in der Theorie, wenn man von einem vollkommenen Markt ausgeht. Die Realität sieht eher anders aus und macht deshalb das Eingreifen des Staates notwendig.

Methode 1: Marktmechanismus

Diese eher auf die Theorie ausgerichtete Methode des Marktmechanismus besagt, dass die Märkte die Ressourcen selbst verteilen. Da es sich hierbei um ein theoretisches Optimum handelt, wird von diversen Vorteilen profitiert. So bekommen die Nachfrager hier zum Beispiel genau die Ressourcen, die sie auch benötigen. Darüber hinaus kann man festhalten, dass der Marktmechanismus auch den technischen Fortschritt fördert. Schließlich entscheiden Nachfrager hier selbst, in welchem Umfang sie welche Ressourcen nutzen. Dementsprechend flexibel sind alle Marktteilnehmer.

Methode 2: Eingreifen durch den Staat

In der Regel ist auf Dauer staatliches Eingreifen notwendig, um einen funktionierenden Markt zu gewährleisten. Das primäre Ziel des Staates besteht dabei darin, die vorhandenen Produktionsfaktoren gerecht zu verteilen. Diese staatliche Regulierung unterscheidet sich in vieler Hinsicht vom Marktmechanismus. So werden hier zum Beispiel Produktionsmittel verstaatlicht und Preise ebenfalls vom Staat festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen werden dabei durch „güterwirtschaftliche Planmengenbilanzen“ verteilt. Das bedeutet, dass hier vom Staat quasi vorgeschrieben wird, welche Ressourcen man erhält.

Und noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Allokation ist die Verteilung vorhandener Ressourcen auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten
  • Ziel ist das Erreichen einer optimalen Allokation
  • Allokation ist besonders bei den folgenden knappen Ressourcen wichtig: Arbeit, Kapital, Boden, Rohstoffe
  • Allokationsproblem bzw. Verteilungsproblem beschreibt auch die Schwierigkeit der effizienten Ressourcennutzung
  • Beim Marktmechanismus findet eine Verteilung der Ressourcen durch den Markt selbst statt
  • Bei der staatlichen Regulierung setzt der Staat die Rahmenbedingungen fest
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