Markenbildung – Unternehmensphilosophie entwickeln und transportieren

Jeder Gründer oder Selbstständige weiß genau was für ein Unternehmen er betreibt. Aber wissen es auch die anderen? Lieferanten, Kunden und sonstige Interessenten sollten es auch wissen.

Dies erleichtert Verhandlungen und generiert Aufträge. Die Unternehmensphilosophie wird von der Führung ausgegeben und von den Mitarbeitern befolgt. Oftmals wird sie heutzutage auch als Leitbild bezeichnet.

Wie kann ein Leitbild entwickelt werden?

Die primären Fragen, die sich ein Unternehmer zu stellen hat, sollten in das Leitbild einfließen. Dabei handelt es sich um folgende, die Firma betreffende, Fragen.

  • Was für ein Unternehmen wird betrieben?
  • Welcher Nutzen entsteht durch das Unternehmen?
  • Wie soll die Arbeit intern verlaufen?


Mit diesen Fragen werden grundsätzliche Aspekte angesprochen. Das Unternehmen, der Kunde und die Mitarbeiter sind enthalten. Dabei handelt es sich um die Eckpfeiler des Unternehmens. Um ein Leitbild zu entwickeln, muss natürlich tiefer in die Materie eingetaucht werden. Folgende Fragen können bei der Entwicklung helfen.

  • Welche Ziele hat das Unternehmen (in 2, 5 und 10 Jahren)?
  • Was unterscheidet uns von Konkurrenzunternehmen?
  • Was schätzen die Kunden insbesondere an unseren Leistungen?
  • Welche Kunden werden hauptsächlich angesprochen?
  • Welche Führungsart wird angestrebt?
  • Wie sollen die Mitarbeiter arbeiten?


Bei der Ausarbeitung eines Leitbildes kann es hilfreich sein, sich von Beginn an vorzunehmen, die Ergebnisse in einer Broschüre zu veröffentlichen. So wird dieses Thema mit dem notwendigen Ernst behandelt und kann schließlich sogar als Werbemaßnahme genutzt werden.

Die Entwicklung der Unternehmensphilosophie geht häufig auf das Leitmotiv zurück. Was hat sich der Unternehmer gedacht, als er seine Firma gegründet hat? Welche Beweggründe haben ihn dazu bewogen? Gleichzeitig wird der Nutzen für die Kunden in den Vordergrund gerückt.

Welche Besonderheiten sind bei der Entwicklung zu beachten?

Es gibt einige Fallstricke, die das Entwickeln der Unternehmensphilosophie schwierig gestalten können. Ein Leitbild sollte sich auf das ganze Unternehmen erstrecken und nicht nur auf einen Teilbereich. Die Mitarbeiter in den anderen Sektoren würden sich ansonsten nicht angesprochen fühlen und das Leitbild somit auch nicht verbreiten. Gleichzeitig muss langfristig geplant werden. Es darf kein Leitbild entwickelt werden, was nach einem Jahr schon wieder ungültig ist.

Wichtig ist außerdem die Verständlichkeit zu beachten. Kunden und Mitarbeiter müssen sich mit der Philosophie identifizieren können. Schlussendlich muss das Leitbild realistisch sein. Wenn es nicht umzusetzen ist, macht sich das Unternehmen nur unglaubwürdig.

Wie können Leitbilder transportiert werden?

Bei einem Leitbild wird die Außenwirkung nur mit Hilfe der Mitarbeiter erreicht. Diese müssen hinter der Unternehmensphilosophie stehen und diese während ihrer Arbeit leben. Sie muss bei Gesprächen mit den Kunden und bei der täglichen Arbeit einfließen. Das Leitbild kann durch Broschüren, Flyer, die Homepage und sonstige Arten von Werbung unterstützt werden. Aber wenn die Mitarbeiter nicht nach diesen Vorgaben handeln, macht sich das Unternehmen hintenrum zum Lügner.

Damit die Mitarbeiter sich dem Leitbild „unterwerfen“, müssen auch die Führungskräfte nach den Vorgaben handeln. Der Chef gilt als Vorbild für die Führungskräfte, diese wiederum werden von den Abteilungsleitern beobachtet. Schlussendlich wird die Unternehmensphilosophie von Hierarchieebene zu Hierarchieebene weitergegeben. Durch Seminare und fortlaufende Kommunikation in diesem Themenbereich, kann das Leitbild bei den Angestellten verfestigt werden.
Bitte bewerten:
1.0 / 5  (1 vote)
Der Artikel "Markenbildung" befindet sich in der Kategorie: Produktpolitik

Diese Artikel könnten dir auch weiterhelfen:


Kommentare? Frage? Hier ist der Platz dafür: