Standortpolitik und Standortentscheidung

Die absatzorientierten Standortfaktoren sind besonders für den Einzelhandel von großer Bedeutung. Alle für ein Unternehmen relevanten Standortfaktoren werden systematisch zusammengeführt. Dadurch wird eine grundlegende, qualifizierte und langfristig orientiere Standortentscheidung ermöglicht. Gleichzeitig werden auch potenzielle Konkurrenten und Nachfrager ausgewählt. Der durch ein Unternehmen gewählte Standort trägt entscheidend zum späteren Erfolg bei.

Die Standortplanung verfolgt das Ziel, einen optimalen Standort für das Unternehmen zu ermitteln. Sie umfasst die Suche, die Beurteilung (in Bezug auf die relevanten Standortfaktoren) und die Auswahl des Standortes.


In Bezug auf die Standortplanung spielt die Standortpolitik eine wesentliche Rolle. Sie wird als räumliches Abbild der Marktstrategie eines Betriebes betrachtet.


Die Formen der Standortpolitik lauten:


  • Standortwahl,
  • Standortanpassung
  • und Standortspaltung.

Insbesondere für expandierende Filialen ist die Sicherung neuer Standorte das zentrale Werkzeug einer Wachstumsstrategie. Die Standortpolitik wird umgesetzt, indem die lokalen Bedingungen, die einen Standort kennzeichnen, in Standortfaktoren-Katalogen erfasst werden. Dort werden sie nach betriebsformenspezifischen Anforderungen bewertet. Der Standort, der den jeweiligen Anforderungen in höchstem Maße entsprechen, wird ausgewählt. Man spricht hier auch von der Standortwahl.

Die Standortwahl


Eine Standortentscheidung wird unter der Bedingung getroffen, dass zukünftige Entwicklungen noch ungewiss sind. In der Praxis können daher nicht alle denkbaren Alternativen einbezogen werden. So wird der Standort ausgewählt, der die Erwartungen oder Handlungsziele am ehesten befriedigt.


Eine Rolle spielen dabei ökonomische und nicht-ökonomische (kulturelle, persönliche) Kriterien sowie eine gewisse Risikobereitschaft. Darüber hinaus werden diverse Bewertungsmaßstäbe angesetzt, abhängig von


  • der Auswahl des regionalen Makrostandortes
  • oder der Fixierung des innerstädtischen Mikrostandortes.

Merke:

Die Standortwahl ist letztlich abhängig von dem jeweiligen Absatzpotenzial. Der Standort legt das Marktsegment des Unternehmens in Bezug auf alle beschaffungs- und absatzpolitischen Aktionsparameter* fest. Für Konkurrenten ist der Standort schwer imitierbar. Es entstehen zudem Wettbewerbsvorteile, weil die Konsumenten räumliche Präferenzen (Vorzüge) bilden


* eine Größe, die vom wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger festgelegt oder verändert wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (zum Beispiel das Verhalten von Wirtschaftssubjekten).

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