Sortenfertigung – eine Begriffserklärung

Bei der Sortenfertigung handelt es sich um eine spezielle Form der Serienfertigung. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass ein industrielles Unternehmen bei der Sortenfertigung verschiedenartige Erzeugnisse herstellt. Für die Herstellung dieser Erzeugnisse wird allerdings ein gemeinsames Ausgangsprodukt benötigt. Somit entstehen durch die Sortenfertigung produktions- und absatzverwandte Erzeugnisse, die sich üblicherweise nur im geringen Umfang voneinander unterscheiden.

Die Sortenfertigung als eine differenzierte Form der Massenfertigung

Ein Unternehmen, welches sich für eine Sortenfertigung entscheidet, stellt verschiedene Produkte her. Die Herstellung dieser verschiedenen Produkte kann in der Regel auf einer Produktionsanlage erfolgen. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass sich die hergestellten Artikel bei einer Sortenfertigung nur in wenigen Details unterscheiden. So ist es zum Beispiel denkbar, dass im Rahmen einer Sortenfertigung folgende Artikel hergestellt werden:

  • Säfte und Limonaden in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Biere in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Joghurts und andere Molkereiprodukte in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Süßwaren und Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Textilien in verschiedenen Farben oder Größen
  • Schrauben, Muttern und andere Kleinteile in verschiedenen Größen
  • Geschirr und Keramik in verschiedenen Designs

Bei einer Sortenfertigung werden also viele ähnliche Produkte hergestellt. Aus diesem Grund wird die Sortenfertigung häufig auch als eine differenzierte Form der Massenfertigung bezeichnet.

Die Besonderheiten bei der Sortenfertigung

Bei einer Sortenfertigung werden in einem industriellen Unternehmen verschiedene Produkte hergestellt, die sich nur in wenigen Details unterscheiden. Dies bringt den Vorteil, dass für die Herstellung der verschiedenen Sorten die gleichen Ausgangsstoffe und Fertigungsanlagen genutzt werden können.

So benötigt beispielsweise eine Brauerei für die Herstellung verschiedener Biere die gleichen Grundstoffe wie zum Beispiel Wasser, Hopfen, Gerste und Malz. Dies hat den Vorteil, dass die Lagerhaltungskosten für die Grundstoffe sehr gering sind.

Aus diesen verschiedenen Grundstoffen kann die Brauerei unterschiedliche Biersorten herstellen. Dabei kann sie für die Herstellung der verschiedenen Biersorten eine Produktionsanlage nutzen. So ist es zum Beispiel denkbar, dass die Brauerei an einem Arbeitstag in der ersten Schicht ein normales Pilsner Bier und nach einer Umstellung der Produktionsanlage in der zweiten Schicht ein alkoholfreies Bier herstellt.

Die Umstellung der Produktion bei einer Sortenfertigung

Im Rahmen einer Sortenfertigung stellt ein industrielles Unternehmen verschiedene gleichartige Produkte in unterschiedlichen Sorten her. Damit dies gelingt, muss, sofern die gewünschte Ausbringungsmenge einer Sorte erreicht ist, die Produktionsanlage umgestellt werden. Je nach Anlage kann der Aufwand für eine Umrüstung variieren. Während bei einigen Anlagen eine Umrüstung sehr aufwendig ist und der Produktionsprozess abgebrochen werden muss, erfolgt bei anderen Anlagen die Umstellung während der Produktion.

Eine Umstellung der Sorte während der Produktion hat den Vorteil, dass die Umstellung sehr schnell erfolgt. Nachteilig ist hier jedoch zu erwähnen, dass es bei dieser Form der Umrüstung zu Ausschüssen kommt. So ist es zum Beispiel denkbar, dass die ersten hergestellten Erzeugnisse einer neuen Sorte falsch etikettiert sind.

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