Serienfertigung – eine Begriffserklärung

Im Rahmen einer Serienfertigung stellt ein industrielles Unternehmen auf Kundenwunsch oder für den anonymen Markt mehre Erzeugnisse von einer Art her.

In Abhängigkeit von der Anzahl der monatlich produzierten Artikel kann es sich bei der Serienfertigung um eine Kleinserienfertigung, Mittelserienfertigung oder Großserienfertigung handeln.

Die Formen der Serienfertigung

Bei der Serienfertigung ist zwischen einer Kleinserienfertigung, Mittelserienfertigung und Großserienfertigung zu unterscheiden.

Von einer Kleinserienfertigung spricht man in der Regel dann, wenn die monatliche Fertigungsmenge einen Wert von 20 Stück nicht überschreitet. Eine solche Art der Fertigung findet zum Beispiel in Apparatebau Anwendung. Bei einer Mittelserienfertigung beträgt der Umfang der monatlichen Fertigungsmenge mehr als 20 und weniger als 1.000 Stück.

Sobald die monatliche Fertigungsmenge bei einer Serienfertigung eine Menge von 1.000 Stück überschreitet, spricht man von einer Großserienfertigung.

Die Serienfertigung findet in vielen Bereichen Anwendung

Durch die Umrüstung von Maschinen entstehen einem Unternehmen sehr hohe Kosten. Aus diesem Grund produzieren zahlreiche industrielle Unternehmen ihre Güter immer in einer bestimmten Stückzahl. Anschließend stellen sie die Maschinen um und produzieren eine andere Serie. Dadurch ist es dem Unternehmen möglich, die Vorbereitungskosten und Ausfallzeiten zu senken.

Aufgrund der Vorteile der Serienfertigung findet dieses Fertigungsverfahren in vielen Unternehmen Anwendung. So entscheiden sich zum Beispiel Unternehmen aus folgenden Branchen vielfach für eine Serienfertigung:

  • Hersteller im Bereich der Automobilindustrie
  • Hersteller im Bereich der Automobilzulieferungsindustrie
  • Hersteller von Haushaltsgeräten
  • Hersteller von Mode und Textilien
  • Hersteller von Möbeln

Die Vor- und Nachteile der Serienfertigung

Bei einer Serienfertigung produziert ein Unternehmen eine bestimmte Anzahl eines Artikels. Anschließend stellt es die Produktion um und stellt einen anderen Artikel her.

Durch diese Vorgehensweise ist eine häufige Umrüstung der Maschinen und Anlagen nicht notwendig. Durch den Wegfall einer permanenten Umrüstung der Produktionsanlage können Unternehmen die Kosten im Bereich der Produktion senken. Dies ist der wesentlichste Vorteil der Serienproduktion. Nachteilig ist jedoch zu erwähnen, dass es durch eine Serienproduktion zu zusätzlichen Lagerhaltungskosten aber auch zu Engpässen bei der Lieferung kommen kann. So ist es zum Beispiel denkbar, dass ein Hersteller von Möbeln im Rahmen einer Serienfertigung zu viele Schränke eines Typs hergestellt hat, sodass dem Hersteller hohe Lagerkosten entstehen.

Diese hohen Lagerkosten können die Kosteneinsparungen bei der Produktion kompensieren. Aus diesem Grund sollte ein industrielles Unternehmen bei einer Serienfertigung die Ausbringungsmenge bzw. die Losmenge nicht zu hoch wählen. Gleichzeitig sollte es aber auch darauf achten, dass es nicht zu wenig Produkte von einer Art herstellt. Anderenfalls können nämlich Lieferengpässe dazu führen, dass der Endkunde das Produkt von einem anderen Hersteller bezieht.

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