Wozu dient Risikomanagement?

Jede unternehmerische Tätigkeit ist zwangsweise mit Risiken verbunden, die Zielsetzung und Zielerreichung des Unternehmens negativ beeinflussen können. Das Risikomanagement sorgt dafür, diese Gefahren möglichst frühzeitig zu erkennen. Auf Basis dieser Erkenntnisse ist es anschließend möglich, die Probleme zu bewältigen bzw. schon im Ansatz zu verhindern.

Was ist Risikomanagement überhaupt?

Im weiteren Sinne beinhaltet Risikomanagement den Umgang mit allen Risiken. Diese können aus dem Führungsprozess bzw. der Durchführung von Prozessen im Unternehmen entstehen. Es handelt sich dabei nicht nur um unternehmerische Risiken, wie etwa den Rückgang der Verkaufszahlen oder die Erzielung eines Verlustes. Auch technische Risiken oder Sicherheitsrisiken im Allgemeinen zählen zum Risikomanagement.

Aufgrund seines hohen Stellenwerts taucht das Risikomanagement daher auch in gesetzlichen Bestimmungen auf. Beispielsweise müssen Unternehmen in Deutschland die doppelte Buchführung betreiben und bestimmte unternehmensinterne Daten offenlegen. Aktiengesellschaften publizieren etwa Adhoc-Meldungen und Bilanzen, um Aktionäre über wichtige Neuigkeiten aufzuklären. Den Aktionären wird so die Möglichkeit geboten, ihr Investitionsrisiko bereits im Vorhinein beurteilen zu können.

Zudem existieren zahlreiche DIN-Vorschriften, die für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit sorgen sollen. Besonders Unternehmen, die mit Chemieprodukten arbeiten, müssen sich an diese Gesetzesvorgaben halten. Dadurch stellt der Staat sicher, dass Mensch und Umwelt geschützt werden. Ohne die gesetzlichen Vorhaben, würden Unternehmen hierfür nur unzureichende Schutzmaßnahmen treffen, um Kosten einsparen zu können.

Anwendungsbereiche des Risikomanagements

Risikomanagement findet in zahlreichen wirtschaftlichen Prozessen Anwendung:


  • Unternehmensrisiko: Unternehmensgewinne und -verluste unterliegen Schwankungen, die für Eigen- und Fremdkapitalgeber ein Risiko darstellen. Entsprechend wird über statistische Analysen und zukunftsorientierte Risikoaggregation versucht, dieses Risiko zu bestimmen.
  • Finanzsystem: Nicht erst die Finanzkrise von 2007/2008 hat gezeigt, dass die Finanzsysteme sensible und risikoreiche Gebilde sind. Durch die staatliche Gesetzgebung wird versucht, das Risiko eines Systemzusammenbruchs zu minimieren. Innerhalb der EU funktioniert das beispielsweise über den Erlass des Gesetzes Basel III.
  • Unternehmerisches Risiko: Auch Unternehmen selbst betreiben natürlich Risikomanagement. Dabei werden vor allem wichtige Umweltfaktoren wie etwa die Konkurrenz, der demographische Wandel oder die Marktnachfrage analysiert, um das Unternehmen möglichst stabil für die Zukunft aufzustellen.
  • Technische Risiken: In allen Industriebereichen mit Gefährdungspotential kommen mittlerweile Sicherheitsmanagementsysteme (SMS) zum Einsatz. Dadurch sollen Unfälle verhindert werden, die an Mensch, Natur und Maschinen Schäden anrichten können.
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