Mitarbeitermotivation

Das vorrangige Bestreben der Mitarbeitermotivation ist die Schaffung eines angenehmen Arbeitsklimas. Stimmen die Arbeitsbedingungen und die Atmosphäre, sind auch die Mitarbeiter zufrieden und glücklich. Menschen, die mit Freude an die Arbeit herangehen, arbeiten nachweislich schneller und besser.

Wenn sie für ihre Arbeit viel Bestätigung erhalten, wird außerdem ihre Loyalität größer. Folglich wächst auch die Leistungsbereitschaft und mit ihr der Absatz und die Produktivität.


Die Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren, sind vielfältiger denn je. Immer mehr Unternehmer stellen fest, dass zufriedene Mitarbeiter eine wichtige Basis für den Markterfolg des eigenen Unternehmens darstellen. Dementsprechend handeln sie. Natürlich wird kein Unternehmen seinen Mitarbeitern Luxus-Reisen schenken, einen Swimmingpool bauen oder ein Fünf-Gänge-Menü anbieten. Dennoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Mitarbeiter anzuspornen.


Unterschieden werden


  • die materielle,
  • die immaterielle und
  • die gemischte Motivation.


Grundsätzlich gibt es kein Patentrezept für die Mitarbeitermotivation. Sie funktioniert am besten, wenn sie individuell eingesetzt wird.


Die materielle Mitarbeitermotivation


Zunächst wird zwischen der materiellen und der immateriellen Motivation unterschieden. Daneben gibt es eine Mischform, die sich aus den beiden Varianten ergibt. Häufig werden hierbei immaterielle Anreize durch materielle Mittel geschaffen.


Folgende Möglichkeiten der materiellen Motivation gibt es:



  • eine leistungsgerechte Bezahlung sowie Zusatzzahlungen
  • Betriebsrente, vermögenswirksame Leistungen
  • Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversicherung
  • eine Mitarbeiterbeteiligung (zum Beispiel: Aktienoptionen)
  • Dienstwagen für die Mitarbeiter

„Shakes“ aus materieller und immaterieller Motivation


Fortbildung und Zusatzqualifikationen


Der Bedarf an Weiterbildung wächst stetig. Veränderungen am Arbeitsmarkt sowie interne

Neuerungen machen regelmäßige Mitarbeiterschulungen erforderlich. Kurse, Workshops

und Mitarbeitergespräche nützen sowohl dem Arbeitnehmer als auch dem Unternehmen.

Weiterbildungen sind für die Karriere der Mitarbeiter wichtig (ihr „Marktwert“ steigt) und

kommen letztlich der Produktivität des Betriebes zugute.


eine gute Arbeitsatmosphäre


Ein angenehmes Klima entsteht zunächst durch ein ansprechendes Raumambiente.

Funktionale und ästhetisch ansprechende Möbel und Geräte sowie eine günstige

Raumaufteilung, Belüftung und Beleuchtung sind äußerst wichtig.


gesundes Essen


Wer sich über mehrere Stunden hinweg konzentrieren muss, sollte auf eine gesunde und

schmackhafte Nahrung achten (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte). Fetthaltiges Essen

macht für den Moment vermutlich satt, liegt aufgrund des hohen Fettgehaltes aber schwer

im Magen. Wer gar nichts zu sich nimmt, muss damit rechnen, dass das Leistungsvolumen

schnell nachlässt.


Sport in den Pausen


Wer die Pausen nutzt, um sich an der frischen Luft zu bewegen oder bewusst zu

entspannen, steigert nachhaltig die eigene Arbeitsleistung. Mitarbeiter, die sich sportlich betätigen, sind zumeist seltener krank.


Betriebsausflüge


Gemeinsame Aktivitäten (zum Beispiel: Kegeln, Laufen, Segeln, Volleyball, Schwimmen) stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Der Teamgedanke wächst.


Die immaterielle Mitarbeitermotivation


Vertrauen


Die immaterielle Motivation kann nur mit „Vertrauen“ umgesetzt werden. Beide Seiten, sowohl die Mitarbeiter als auch die Vorgesetzten, müssen einander Vertrauen schenken. Ist ein Chef nicht dazu in der Lage, seinen Arbeitnehmern zu vertrauen, werden sie dies deutlich spüren und ihm im Gegenzug auch nicht vertrauen. Die Folge wären undurchsichtige Organisationsstrukturen. Mitarbeiter, die durch mangelndes Vertrauen Angst vor ihrem Vorgesetzten haben, werden ihre Fehler nicht eingestehen und sie möglichst vertuschen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Mitarbeiter büßen ihre Selbstsicherheit ein, weil sie ständig Angst haben, und machen fortan erst recht Fehler. Ein von Existenzängsten geplagter Mitarbeiter kann kaum optimale Leistungen erbringen.


Eigenverantwortung


Mitarbeiter, die aktiv in einen Entscheidungsprozess einbezogen werden, erbringen in der Regel bessere Leistungen. Das liegt zum einen an der gestiegenen Eigenverantwortung, aber auch an der Möglichkeit, das eigene Fachwissen umsetzen zu können. Folglich steigt das Selbstwertgefühl und Existenzängste (die niemals unterschätzt werden dürfen) schwinden.


Anerkennung für gut erbrachte Leistungen


Ein dankendes Wort oder ein kleines Präsent zur richtigen Zeit können Wunder wirken. Natürlich müssen Vorgesetzte ihre Mitarbeiter auch auf Fehler hinweisen. Positive Kritik ist angebracht und bringt dem Mitarbeiter einen Nutzen. So kann er aus seinen Fehlern lernen. Die positive Motivation sollte aber stets überwiegen.


Gleitzeit


In vielen Unternehmen gelten flexible Arbeitszeiten. Auf diese Weise kann sich jeder Mitarbeiter seinen persönlichen Rhythmus einrichten. Die einen sind Frühaufsteher, die anderen Langschläfer. Auch diese Art der Motivation kann dafür sorgen, dass mehr Leistung erbracht wird. Ebenso ist es wichtig, dass Mitarbeiter auch einmal länger bleiben, um beispielsweise ein wichtiges Projekt abzuschließen. Im Gegenzug sollte der Chef nichts dagegen haben, wenn ein Mitarbeiter einmal früher nach Hause gehen möchte, wenn das Tagwerk vollbracht ist.

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