Fertigungstiefe

Bei der Fertigungstiefe wird festgelegt, welche Teile der Produktion in der betriebsinternen Eigenfertigung und welche über den Markt fremdbezogen werden sollen.

Diese Entscheidung hat für die verschiedenen Bereiche eines Unternehmens weitreichende Folgen, denn sie beeinflusst folgende Faktoren.

Einfluß der Fertigungstiefe


das Ausmaß der Kapitalbindung


Denn für die Eigenfertigung müssen neben der Produktion letztendlich auch neue Maschinen gekauft bzw. bestehende gepflegt werden. Dieses Kapital ist im Unternehmen möglicherweise sinnvoller einzusetzen.


die Art der Kostenstruktur des Betriebes


Denn durch die Kapitalbindung wird das Verhältnis von den Fixkosten zu den variablen Kosten verändert. Selbstverständlich sind geringe Fixkosten im Sinne des Unternehmens.


die Flexibilität des Produktionsprogramms


Denn die „Ausstiegskosten“ können für die Einstellung der Produktion eines unrationellen (unrentablen) Produktes bei Fremdbezug geringer gehalten werden.


Definition der Fertigungstiefe (nach E. Dichtl)


Fertigung = betriebliche Wertschöpfung ./. gesamter Produktionswert


Die betriebliche Wertschöpfung ergibt sich aus der Differenz der Umsatzerlöse (abzüglich Gewinn) und den Vorleistungen - vorgefertigte Teile oder Rohstoffe sowie andere Dienstleistungen) - also im Allgemeinen die Dinge, die nicht im Prozess der Fertigung hergestellt wurden. Erbracht wird die betriebliche Wertschöpfung also durch den Transformationsprozess der Fertigung.

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