Erfolgsbeteiligung

Bei einer Erfolgsbeteiligung werden die Mitarbeiter materiell an dem Erfolg eines Unternehmens beteiligt. Dabei stellt die Erfolgsbeteiligung einen zusätzlichen finanziellen Anreiz zum vereinbarten Grundlohn bzw. Gehalt dar.

Das Prinzip der Erfolgsbeteiligung

Die Erfolgsbeteiligung beruht auf dem Prinzip, dass die Mitarbeiter von einer positiven Entwicklung des Unternehmens profitieren. Dabei soll die Erfolgsbeteiligung einen Anreiz für die Mitarbeiter darstellen.

Durch die Erfolgsbeteiligung soll die Mitarbeitermotivation erhöht werden. Dabei wird durch einen finanziellen Anreiz angestrebt, dass die Mitarbeiter eine höhere oder bessere Leistung erbringen. So ist es zum Beispiel im Bereich der Produktion denkbar, dass die Mitarbeiter eine Erfolgsbeteiligung erhalten, wenn die Ausbringungsmenge erhöht, die Ausschussquote verringert oder die Kosten im Produktionsprozess gesenkt werden können.

Die Arten der Erfolgsbeteiligung im Überblick

In Abhängigkeit vom Ziel, welches ein Unternehmen verfolgt, kann es unterschiedliche Formen der Erfolgsbeteiligung geben. So sind zum Beispiel folgende Arten der Erfolgsbeteiligung denkbar:

  • die reine Leistungsbeteiligung
  • die reine Erfolgsbeteiligung
  • die reine Gewinnbeteiligung


Bei der reinen Leistungsbeteiligung steht die erbrachte Leistung im Vordergrund. Zu diesem Zweck können zum Beispiel die produzierte Stückzahl und die Produktionskosten betrachtet werden. Bei der Leistungsbeteiligung steht somit die Leistungserstellung im Vordergrund. Diese Form der Erfolgsbeteiligung kann deshalb im produktiven Bereich angewandt werden. Im Gegensatz dazu wird die reine Erfolgsbeteiligung beispielsweise in Form der Umsatzbeteiligung beziehungsweise der Ertragsbeteiligung überwiegend im Verkauf eingesetzt.

Eine Erfolgsbeteiligung in Form einer Leistungs-, Ertrags- oder Umsatzbeteiligung kann in der Regel nur in bestimmten Abteilungen angewandt werden. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass nur bestimmte Mitarbeitergruppen aktiv auf diesen Erfolg Einfluss nehmen können. Anders hingegen verhält es sich bei der Gewinnbeteiligung.

Die Besonderheiten der Gewinnbeteiligung als Form der Erfolgsbeteiligung

Der Gewinn eines Unternehmens ist von vielen Faktoren abhängig, denn die Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters wirkt sich direkt oder indirekt auf den Erfolg eines Unternehmens aus. Aus diesem Grund kann diese Form der Erfolgsbeteiligung für alle Mitarbeiter angewandt werden. Dies ist ein wesentlicher Vorteil dieser Form der Erfolgsbeteiligung.

Der Gewinn eines Unternehmens wird in der Bilanz erfasst. Deshalb ist es für ein Unternehmen ohne erhöhten Arbeitsaufwand möglich, eine Erfolgsbeteiligung in Form einer Gewinnbeteiligung durchzuführen. Nichtsdestotrotz entscheiden sich viele kleinere Unternehmen gegen diese Form der Erfolgsbeteiligung. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Unternehmen gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, ihre Bilanz zu veröffentlichen. Solche Unternehmen nutzen vielfach andere Anreize wie zum Beispiel Prämien und Zielvereinbarungen.

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