Distribution

Distribution ist in den Wirtschaftswissenschaften ein häufig verwendeter, jedoch missverstandener Begriff. Prinzipiell kommt der Begriff Distribution aus dem lateinischen und bedeutet „gesamtwirtschaftliche Umverteilung“. Unter diesem übersetzten Begriff kann man sich nun schon mehr vorstellen als unter dem Begriff Distribution. Der erste Gedankengang muss dabei sein: Was wird innerhalb von ökonomischen Prozessen umverteilt?

Diese Frage kann leicht beantwortet werden, da fast alle ökonomischen Prozesse eine Umverteilung beinhalten. Dazu zählen beispielsweise die Umverteilung von Kapital, von Waren, von Dienstleistungen, von Informationen usw. Somit bezieht sich die „Distribution“ besonders auf den BWL-Bereich der Produktion und Logistik. Besonders im Bereich der Logistik nimmt die Umverteilung von Waren und Gütern eine elementare Rolle ein.

Beispiel der Distribution an Industrieunternehmen

Am Beispiel eines Industrieunternehmens lässt sich der Distibutionsprozess gut darstellen. Um Waren produzieren zu können, braucht das Unternehmen Rohstoffe, die bei einem örtlichen Lieferanten bezogen werden. Damit verbunden ist auch der Abgang von Kapital, da der Lieferant eine Rechnung ausstellt. Hier finden die zwei ersten Umverteilungen statt. Im nächsten Schritt wird aus diesen Rohstoffen ein Produkt geformt. Dafür werden Arbeiter benötigt, die wiederum ein Entgelt vom Unternehmen erhalten. Die nächste Umverteilung zwischen Unternehmen undMitarbeitern hat also stattgefunden. Zum Abschluss folgt das fertige Produkt, dass wiederum an einen Kunden vom Unternehmen geliefert wird. Hier finden schlussendlich die letzten beiden Umverteilungen statt. Der Kunde erhält vom Unternehmen die Waren und dafür bekommt das Unternehmen Kapital vom Kunden.

Komplexer Prozess

Dieses Beispiel an einem Industrieunternehmen verdeutlicht, dass der Distributionsprozess umfassend und häufig auch sehr komplex ist. Dieser Umverteilungsprozess wird in Großkonzernen 1000fach am Tag durchgeführt. Um diesen Distributionsprozess möglichst überblicken zu können, werden EDV-Systeme verwendet, die den Ablauf in gewissen Maße leiten.

In Handelsunternehmen sind die Abläufe noch stärker ausgeprägt. Hier gibt es meistens sogar richtige Distributionscenter. Diese sorgen dafür, dass es zu einem raschen Materialfluss zwischen Produzierenden und dem Konsumenten gibt. Zudem sollen diese Center dafür sorgen, dass der Gewinn des Unternehmens gesteigert werden kann, d.h. dadurch, dass die Waren von einem zentralen Ort herausgeschickt wird, kann das Unternehmen wesentlich günstiger arbeiten.

Distributionsmöglichkeiten: Direktvertrieb vs. Indirekter Vertrieb

Generell umfasst der Distributionsprozess auch den Direktvertrieb sowie den Indirekten Vertrieb.

DIREKTER VERTRIEB: Beim direkten Vertrieb verkauft das Unternehmen, dass die Produkte herstellt, selber, eigenständig und unabhängig seine Waren an Kunden. Dieses kann bei Handelsunternehmen über Einzelhandelsgeschäfte oder Outlets erfolgen. Auch der Verkauf über Online-Shops kann direkt erfolgen.

INDIREKTER VERTRIEB: Beim indirekten Vertrieb ist das produzierende Unternehmen nicht selber für den Verkauf der Produkte zuständig. Stattdessen verkauft das produzierende Unternehmen die Produkte an Zwischenhändler und Großmärkte weiter, die wiederum diese an die Konsumenten weiterverkaufen. Auch das Prinzip des Franchising gehört dem indirekten Vertrieb an, da ein anderes Unternehmen für den Vertrieb zuständig ist.

Somit kann gesagt werden, dass der Distributionsprozess im Bereich der Betriebswirtschaftslehre eine nützliche Theorie ist, die dafür sorgt, dass Waren- , Geld- und Materialströme eingehalten werden. Langfristig sorgt die Distribution zudem dafür, dass ein Unternehmen im Bereich der Logistik viel Geld einsparen kann und daher einen höheren Gewinn erzeugen kann. Langfristig ist also die Einhaltung eines solchen Prozesses sinnvoll.
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