Buchhaltungssoftware kostenlos (Freeware)

Bei der Existenzgründung gibt es meist zwei große Probleme: Die Buchhaltung und das Geld. Wer ein Unternehmen gründet, kommt zumindest um grundlegende Aspekte der Buchführung nicht umher. Gute Buchhaltungssoftware kann aber schnell mehrere hundert oder gar tausend Euro kosten, was wiederum schlecht für den Geldbeutel ist. Abhilfe kann unter Umständen kostenlose Buchhaltungssoftware schaffen.

Was muss die kostenlose Buchhaltungssoftware leisten können?

Der Funktionsumfang von Softwarelösungen unterscheidet sich sehr stark voneinander. Wichtig ist immer, dass mit dem Programm Rechnungen geschrieben werden können. Alles, was darüber hinaus geht, muss der Unternehmer selbst entscheiden. Wer die doppelte Buchführung betreiben muss, sollte darauf achten, dass entsprechende Funktionen hierzu integriert sind.
Auch weiterführende Features sind teilweise in kostenloser Software enthalten. Hierzu zählen etwa die Erstellung von Angeboten oder Briefen an Kunden. Auch die Erstellung einer EÜR für den Jahresabschluss wird teilweise von der Software übernommen.

Nicht möglich ist meist die Bearbeitung komplexerer Vorgänge wie beispielsweise der vollautomatischen Erstellung der Bilanz. Hier müssen in der Regel kostenpflichtige Programme her, die über deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten verfügen.

An wen richtet sich die kostenlose Buchhaltungssoftware?

Grundsätzlich besteht die Zielgruppe solcher Programme aus Einzelunternehmern und Freiberuflern. Viele der Selbstständigen betreiben ihr Gewerbe nur im Nebenerwerb. Daher können sie stark vereinfachte Regelungen für die Buchhaltung nutzen, die mit einem kostenlosen Tool abgedeckt werden. Kleinunternehmer müssen beispielsweise nicht einmal einen richtigen Jahresabschluss erstellen. Hier reicht es aus, eine Zahl in der Einkommenssteuererklärung anzugeben.



Nicht geeignet ist das Tool für alle Selbstständigen, welche die doppelte Buchführung nutzen möchten oder müssen. Auch für interne Zwecke eigenen sich die Tools nur bedingt. Zwar können einfache Kennzahlen wie der Umsatz meist noch angezeigt werden, sobald es komplexer wird stößt die Buchhaltungssoftware aber schnell an ihre Grenzen.

Vor- und Nachteile der kostenlosen Buchhaltungssoftware

Der größte Vorteil der Software liegt natürlich in ihrem Preis/. Kleinunternehmer oder Unternehmensgründer haben meist nur wenig Eigenkapital und kaum Zugang zu Fremdkapital. Entsprechend sparsam muss mit dem Budget gehaushaltet werden. In der Regel ist das komplette Geld bereits für tatsächlich betriebsrelevante und essenzielle Dinge eingeplant. Außerdem bietet die kostenlose Software den Vorteil, dass sie recht übersichtlich ist. Der verminderte Funktionsumfang kann paradoxerweise dazu beitragen, dass der Kleinunternehmer seine Buchhaltung effizienter organisieren kann.

Der Nachteil der Software liegt natürlich ebenfalls im Funktionsumfang, der für größere Unternehmen einfach nicht ausreicht. Außerdem gibt es in der Regel keinerlei Support, es sei denn, es handelt sich um die Demoversion eines größeren Anbieters. Auch aus rechtlicher Sicht kann es bei der Verwendung zu Schwierigkeiten kommen. Die Software-Lösungen sind nicht immer auf dem neusten Stand, so dass es zu Problemen bei der Erstellung gesetzeskonformer Dokumente kommen kann.

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