Der Beschaffungsbereich (Einkauf) - kurze Einführung

Wir schauen uns den Beschaffungsbereich anhand der folgenden Lernsituation einmal an. Die DJ-Metalery ist ein Unternehmen, welches in der Produktion von Stahlrohren für den Hochhaus- und Brückenbau tätig ist. Die Produkte werden international vermarktet. Die DJ-Metalery kann genauso wie jedes andere Unternehmen zunächst in drei folgenden drei unterschiedliche Funktionsbereiche unterteilt werden.

Die_grundlegenden_Funktionsbereiche_eines_Unternehmens

Was passiert im Beschaffungsbereich / Einkauf überhaupt?


Im Beschaffungsbereich eines Unternehmens, werden, wie der Name schon sagt, u.a. Stoffe (Roh‑, Hilfs-und Betriebsstoffe) bzw. anderweitige Produkte (z.B. Waren / Handelswaren oder Vorprodukte / Fremdbauteile) beschafft, die in der Produktion zur Leistungserbringung (z.B. Produktion von Produkten) benötigt werden.

Beispiel: Bei der DJ-Metalery werden im Beschaffungsbereich überwiegend Stahl als Rohstoff, Schweißdraht und spezielle Klebstoffe sowie Legierungen als Rostschutz für die Stahlrohre als Hilfsstoff und Öl sowie sonstige Schmierstoffe als Hilfsstoff für die Stahlrohrproduktion von unterschiedlichen Lieferanten beschafft und im Lager des Unternehmens eingelagert. Somit erfolgt die buchhalterische Erfassung hier nach dem bestandsorientierten Verfahren.

Dieser Beschaffungsprozess kann buchhalterisch entweder
    a) bestandsorientiert oder
    b) aufwandsorientiert

 erfasst werden. Hierbei unterscheidet man, ob das beschaffte Material (s.o.) zunächst eingelagert wird ((Fall a) bestandsorientiert) oder direkt (im Just-in-Time‑Verfahren) in die Produktion einfließt ((Fall b) aufwandsorientiert).

Beispiel: Der Stahl wird i.d.R. direkt im Just-in-Time-Verfahren bei der DJ-Metalery in die Produktion eingebracht und daher aufwandsorientiert beschafft und gebucht. Die Schweißdrähte und Klebstoffe hingegen, werden aufgrund von Mengenrabattausschöpfung in großen Mengen bei dem jeweiligen Hersteller bzw. Verkäufer beschafft und eingelagert. Diese Hilfsstoffe werden dann je nach Bedarf in die Produktion eingebracht. Buchhalterisch werden diese also bestandsorientiert erfasst.

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